Eine kompetente Begleitung nach der Geburt ist ungemein wichtig für das physische und psychische Wohlbefinden von Mutter und Kind. Wenn sich Beschwerden auftun – ob psychisch oder körperlich – ist eine kompetente Betreuung während des Wochenbetts durch eine Hebamme und den Frauenarzt/die Frauenärztin unverzichtbar. Wenn Ihr Arzt oder Ihre Hebamme in diesem Zeitraum den Bedarf einer psychologischen Beratung sieht, kann ein entsprechender Therapeut im Rahmen einer interdisziplinären Zusammenarbeit miteinbezogen werden. Nach dem Wochenbett können Sie mich gerne jederzeit für eine psychologische Beratung und Begleitung kontaktieren.

Studien zufolge zeigen Mütter signifikant niedrigere posttraumatische Stressreaktionen nach einer psychotherapeutischen/psychologischen Beratung nach einer traumatischen Geburt bzw. einem Notkaiserschnitt.

Ob eine Beratung ausreicht oder eine behandlungsbedürftige psychische Erkrankung vorliegt, sollte unbedingt eingeschätzt werden. Hier arbeiten verschiedene Ebenen (Fachärzte, Hebammen, Therapeuten) zusammen, um Sie bestmöglich betreuen zu können. Viele junge Eltern haben Scheu und Scham sich jemandem anzuvertrauen. Bitte zögern Sie nicht, sich bei einer Person Ihres Vertrauens fachkundig beraten zu lassen. Dies ist wichtig für Ihre Gesundheit. Auch das Wohlergehen der Familie und Ihres Kindes wird dadurch beeinflusst.

 

Mögliche Themen der (psychologischen) Beratung nach der Geburt
  • Bonding nach der Geburt
  • Umgang mit der Rolle als Mutter/Vater/Eltern
  • Anpassung an das Elternsein
  • Strukturierung des Alltags
  • Partnerschaftskonflikte nach der Geburt bzw. Konflikte innerhalb der Familie
  • Nachbesprechung der Geburt
  • Problembewältigungsmöglichkeiten
  • und vieles mehr

Wann reicht eine (psychologische) Beratung nicht aus?

Falls beispielsweise bestimmte „alteingesessene“ Verhaltensweisen und Elemente der Persönlichkeitsfindung aufgegriffen und bearbeitet werden wollen, ist eventuell ein individuelles Coaching interessant. Falls sich während der gemeinsamen Gespräche herausstellt, dass ein bestimmtes Erkrankungsbild bzw. lang andauernde psychische Beschwerden vorliegen, kann eine Psychologische Beratung keine Psychotherapie ersetzen. Bei körperlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte immer an Ihre Hebamme bzw. an Ihren Facharzt. Eine Beratung durch mich ist nicht-heilkundlich und umfasst keine medizinische Beratung, Diagnose und/oder Behandlung. Während des Wochenbetts obliegt Ihre Begleitung einer Hebamme bzw. dem Arzt/der Ärztin. Ich behalte mir das Recht vor, Sie entsprechend an Fach-Therapeuten bzw. Mediziner zu verweisen.

 

Bundesministerium für Gesundheit

Kurzbericht des Bundesministeriums für Gesundheit bzgl. psychotherapeutischer/psychologischer Beratung nach traumatischer Geburt/Notkaiserschnitt.