Die Verhaltenstherapie besteht aus vielen verschiedenen Verfahren und Methoden, die an die jeweiligen Bed√ľrfnisse des Klienten bzw. Patienten angepasst angewendet werden. So wird eine individuelle Begleitung bzw. Behandlung abgestimmt. Stellen Sie sich einen Apothekerschrank mit vielen F√§chern vor. Je nach Beschwerdebild werden genau die F√§cher (Verfahren) verwendet, die geeignet sind. Es gibt also kein bestimmtes ‚ÄěStandardverfahren‚Äú. Allem voran geht die genaue Analyse Ihrer aktuellen Situation und die ausf√ľhrliche Aufkl√§rung √ľber das Erkrankungs- bzw. Problembild und die Behandlungsstrategie.

 

VerhaltenstherapieBesonderheiten und Vorteile der Verhaltenstherapie sind u.a.:
  • Ziel- und L√∂sungsorientiert
  • Bekannt f√ľr transparentes, strukturiertes, nachvollziehbares, praktisches und effizientes Vorgehen
  • Die Verhaltenstherapie ist wissenschaftlich anerkannt
  • Der Therapeut begleitet aktiv und informierend
  • Therapeut und Klient arbeiten eng zusammen (‚ÄěArbeitsb√ľndnis‚Äú)
  • Der Klient lernt sich selbst kennen und hat die M√∂glichkeit, eigene Denk- und Verhaltensstrukturen zu verstehen und entsprechend zielorientiert zu ver√§ndern, neue Perspektiven einzunehmen, hilfreicheres Denken und Verhalten aufzubauen und neue positive Erfahrungen zu machen
  • Der Klient kann von einem ‚Äědysfunktionalen‚Äú Zustand in einen ‚Äěfunktionierenden und zielf√ľhrenden‚Äú Zustand gelangen
  • Aufbau von Ressourcen (Bew√§ltigungsstrategien). Wenn Sie sich einen Apothekerschrank vorstellen, dann werden die bisher m√∂glicherweise (teilweise) leeren Bew√§ltigungsf√§cher ‚Äěaufgef√ľllt‚Äú, sodass Sie auch sp√§tere Problemsituationen entsprechend bew√§ltigen k√∂nnen (R√ľckfallprophylaxe)
  • Der Klient lernt Techniken, die er auch nach der Therapie eigenst√§ndig anwenden und sich so selbst helfen kann (Hilfe zur Selbsthilfe)
  • Empathisches therapeutisches Verhalten und das uneingeschr√§nkte Akzeptieren des Klienten sind die Basis unserer Zusammenarbeit
  • Verhaltenstherapeutische Techniken k√∂nnen zur Pr√§vention, w√§hrend einer psychischen Erkrankung (z.B. bestimmte Formen der Depression, Angstst√∂rungen, Zwangsst√∂rungen etc.), als Bew√§ltigungsstrategie bei Belastungen ohne Krankheitswert und als Fertigkeitsrepertoire auch w√§hrend gesunder Lebensphasen eingesetzt werden. Es kommen Einzel-, Paar-, Familien- und Gruppensitzungen in Frage

 

Die moderne Verhaltenstherapie betont die “aktive Rolle des Menschen bei der
Gestaltung seines eigenen Lebensschicksals‚ÄĚ (Kanfer) und geht von einem
ganzheitlichen Personenmodell aus.

 

 

VerhaltenstherapieWirksamkeit der Verhaltenstherapie

Der Wissenschaftliche Beirat Psychotherapie¬†hat die wissenschaftliche Anerkennung und Wirksamkeit der Verhaltenstherapie bei Erwachsenen f√ľr die folgenden 10 Anwendungsbereiche festgestellt:

  1. Affektive Störungen (z.B. Depressionen)
  2. Angststörungen (z.B. Phobien, Panikstörung, Generalisierte Angststörung)
  3. Belastungsstörungen (Reaktionen auf schwere Belastungen und Anpassungsstörungen)
  4. Dissoziative, Konversions- und somatoforme Störungen
  5. Essstörungen (z.B. Anorexia nervosa, Bulimia nervosa)
  6. Andere Verhaltensauffälligkeiten mit körperlichen Störungen (z.B. nichtorganische Schlafstörungen)
  7. Psychische und soziale Faktoren bei somatischen Krankheiten (Psychische Faktoren, die körperliche Störungen bewirken)
  8. Persönlichkeitsstörungen und Verhaltensstörungen (z.B. spezifische Persönlichkeitsstörungen, Abnorme Gewohnheiten und Störungen der Impulskontrolle)
  9. Abhängigkeiten und Missbrauch (Psychische und Verhaltensstörungen durch psychotrope Substanzen, Schädlicher Gebrauch von nichtabhängigkeitserzeugenden Substanzen)
  10. Schizophrenie und wahnhafte Störungen

Die Wirksamkeit kognitiv-verhaltenstherapeutischer Verfahren ist bei vielen psychischen Störungen in Hunderten von Studien belegt. Naturgemäß kann ich Ihnen jedoch kein Heilversprechen geben. Da viele Beschwerdebilder multifaktoriell (durch verschiedene Faktoren) bedingt sein können, ist hier eine interdisziplinäre Begleitung und Behandlung sinnvoll. Weitere Informationen können Sie hier einsehen. 

 

Einsatz verhaltenstherapeutischer Verfahren bei Beschwerdebildern/ Konflikten ohne Krankheitswert bzw. zum
Erlernen von Fertigkeiten und zur Persönlichkeitsentwicklung

Der Einsatz kann u.a. bei folgenden Situationen/Zielen sinnvoll sein:

 

Das ABC-Modell ist ein Verfahren der Verhaltenstherapie. Im folgenden Video ist es in den Grundz√ľgen erkl√§rt. Durchleuchten Sie strukturiert und verhaltenstherapeutische Ihre Denk- und Verhaltensstrukturen.
Video √ľber das ABC-Modell der Verhaltenstherapie

 

Ich kann Ihnen Ihre Probleme nicht abnehmen, aber ich kann Ihnen zeigen, wie Sie sie bew√§ltigen k√∂nnen und Sie dabei unterst√ľtzen.